Der Mann, das unterdrückte Geschlecht

Es gibt zwei Gründe, wieso es Männern schwerfällt, sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen. Wieso sie einerseits von den operativen Aufgaben wegwollen und gleichzeitig doch daran festhalten. Wieso sie selbst dann noch munter sagen „Ich arbeite gern“, wenn die Gesundheit, Ehe und Rentabilität der Firma lauthals nach einer Richtungsänderung schreien.

 

Der eine Grund ist, dass sie sich über ihre Arbeit definieren. „Ich bin Thomas, Geschäftsführer von xy GmbH“. Sie sind, was sie tun und was sie tun, das sind sie. Deswegen wollen sie nichts davon abgeben. In ihrem Kopf bedeutet „weniger zu arbeiten“ gleich „gar nicht mehr zu arbeiten“. Also faul auf dem Sofa abzuhängen. Und die Vorstellung verursacht sofort Stress. Denn was soll ich denn mit meinem Leben anfangen, wenn ich nicht mehr arbeite. Und vor allem: Wer bin ich denn dann?

 

Der zweite Grund liegt tiefer. Sehr viel tiefer. Er kommt aus der familiären und gesellschaftlichen Erziehung von Männern. Und dieser Grund ist das Thema, um das es bei all meinen Coachings wirklich geht: Gefühle.

„Gefühle sind der Sensor dafür, ob dein Leben noch zu dir passt.“

Wie Männern ihre Emotionen abtrainiert werden

Vom Kleinkindalter an werden Jungs ihre Gefühle abtrainiert. Ein Junge hat nicht zu weinen. Ein Junge hat keine Angst zu haben. Ein Junge hat kein Mitgefühl zu zeigen. Oder willst du etwa eine Pussy sein? Aber auch „positive“ Emotionen wie überschäumende Freude dürfen nicht gezeigt werden. „So lacht nur ein Mädchen!“

 

Von der gesellschaftlichen Sozialisation wird klar definiert, welche Emotionen ein Mann haben darf: er darf laut sein, er darf schreien und grölen, er darf gewalttätig sein, er darf Macht ausüben und andere übervorteilen, er darf gewinnen – um jeden Preis. Und das macht Mann dann auch. So darf er sein, ohne verurteilt zu werden. So ist er „richtig“.

 

Deswegen treffen sich Männer jedes Wochenende, um ihren Lieblingsverein anzufeuern. Die Emotionen, die sich im Zusammenhang mit Fußball zeigen, sind gestattet. Von Aufregung über grölende Freude bis zu Tränen. Ah! Welche Erleichterung, wenn hier endlich mal alles rauskommen darf.

Männer unter Dauerbeweis

Während eine Frau immer eine Frau ist, hat ein Mann sich seine Männlichkeit zu verdienen. Und sie kann ihm auch jederzeit wieder abgesprochen werden. Allein, dass Männer Zeit ihres Lebens Gefahr laufen, die Grundfeste ihrer Identität aberkannt zu bekommen, schafft für sie immensen Druck, alles im gesellschaftlichen Sinne richtig machen zu müssen. Und dafür muss Mann eben 24/7 arbeiten und abrackern, aus Angst, seine Männlichkeit in einer Kategorie zu verlieren.

Wie die Erziehung unsere Empathiefähigkeit schult

Männern wird oft vorgeworfen, ihnen fehle Empathie und sie sähen nur ihren eigenen Vorteil. Das stimmt. Aber nicht, weil Egozentrik eine genetische Eigenschaft des Mannes ist, sondern weil sie genau dazu erzogen wurden. Studien zeigen, dass Jungen im Kleinkindalter sogar empathischer sind als Mädchen.

Und dann schau dir mal an, wie die Art des Spielens das Blatt wendet: Wenn Mädchen mit Puppen spielen, ist das im Grunde ein Rollenspiel. Sie versetzen sich emotional und gedanklich in die jeweilige Puppe hinein. Das können sie, weil ihnen gesagt wird, dass sie es tun sollen. Sie beobachten andere Menschen, analysieren ihr Verhalten und geben es im Puppenspiel wieder. Jungs spielen mit toten Objekten wie Autos oder Legosteinen. Empathie ist da nicht gefragt, sondern es zählt einzig, wer den höheren Turm baut und wessen Auto schneller ist.

So lernen Mädchen von klein auf, empathisch zu sein, mit anderen zu interagieren und auf sie Acht zu geben. Jungen lernen, wie sie am besten gewinnen und anderen überlegen sein können. 

Hier liegt der Grundstein, wieso 9 von 10 Gewalttaten von Männern verübt werden. Wieso doppelt so viele Männer wie Frauen in Führungspositionen arbeiten. Und wieso 4 von 5 Selbstmorden von Männern durchgeführt werden.

Wenn du dich selbst nicht spürst, sitzt ein Anderer am Steuer deines Lebens.

Woran du erkennst, dass du von dir selbst abgeschnitten bist

Denn Gefühle sind weit mehr als Lachen oder Weinen. Sie sind die Fahrkarte unseres Seins, um durchs Leben zu navigieren. Um zu entscheiden, ob der Weg rechts oder links weiterführt. Was richtig ist und was falsch. Für die eigene Gesundheit, die Ehefrau, die Kinder, die Firma, die Freunde – für alles.

 

Hier ist eine kleine Auswahl, woran du beispielsweise erkennst, dass die Tür zu deinen Emotionen verschlossen ist:

– Du verhältst dich in manchen Situationen so blöd, dass du dich im Nachgang dafür schämst oder dir denkst „Was war das denn? So will ich gar nicht sein.“

– Du kannst das, was in dir vorgeht, nicht beim Namen nennen und falls du es kannst, gibt es keinen, mit dem du diese Emotionen und Gedanken teilen willst.

– Du brauchst einen äußeren Dämpfer, um mit deinen Gedanken und Gefühlen umzugehen. Zum Beispiel erhöhter Konsum oder erhöhtes Betreiben von Alkohol, Sport, Essen, Streaming, Konsum, Sex.

– In stillen Momenten, wenn du allein bist, spürst du eine tiefe Unsicherheit und Leere in dir, die dir eine solche Angst macht, dass du dich schnell mit etwas ablenkst.

– Du gehst entweder auf die Barrikaden oder ziehst dich zurück, wenn dich jemand kritisiert.

Ein Raum, in dem du wieder du selbst sein darfst

So sehr Männer auch Angst haben, ihre Emotionen zu zeigen, so sehr sehnen sie sich danach, diese einfach frei fließen zu lassen – in alle Richtungen. Doch wie soll das gehen, außer beim Fußball?

Durch den Raum, den ein Coaching bei mir bietet. Dort darfst du so sein wie du bist. Dort dürfen alle deine Emotionen und Gedanken sein, ohne verurteilt zu werden. Es ist ein Raum, indem du als Mann lernst, deine Gefühle wahrzunehmen, zuzulassen und auf gesunde Weise auszudrücken.

Stimmen meiner Kunden dazu:

„Eine einzige Sitzung bei dir bringt mehr Ergebnisse als monatelange Therapie.“

„Wie du mir so direkt den Spiegel vorhältst, bringt mich jedes Mal weiter.“

„Ich bin überrascht, wie sehr sich mein Leben in nur 4 Sitzungen geändert hat.“

Diese Ergebnisse kannst du auch haben. Entweder als reines 1:1 Coaching oder als Teil des HEAT-Programmes. Wie du willst.

Es ist an der Zeit, den Mut zu fassen und den Deckel zu deinen Emotionen zu lüften. Es ist Zeit, wirklich du selbst zu sein. Ohne Maske, ohne Überkompensation und ohne die Suche nach äußerer Bestätigung.

Bist du bereit, Herr über deine Emotionen und Gedanken zu werden, statt dich von ihnen herumschubsen zu lassen? Werde zu dem Unternehmer, der du wirklich sein kannst!